Der berühmte Dackel steht im Mittelpunkt der Ausstellung mit dem Titel The Dachshund. An Icon off the Leash, die bis zum 28. März 2027 in der Kunsthalle Bremen zu sehen ist. Die Schau dokumentiert den Einfluss dieses Tieres auf die visuelle Kultur und die deutsche Geschichte und bietet zudem Räume und Installationen, die eigens für die Aufnahme kleiner Hunde konzipiert wurden.

Wie der Sender Deutsche Welle berichtet, vertieft der Rundgang die Verbindung zwischen der Hunderasse und führenden Persönlichkeiten der modernen Kunst. Herausragend ist die Geschichte von Lump, dem Dackel des Fotoreporters David Douglas Duncan, der sechs Jahre lang bei Pablo Picasso lebte und in berühmten malerischen Neuschöpfungen sowie auf einem vom Künstler verzierten Keramikteller erschien.

Neben Picasso wählten Meister wie Andy Warhol, Otto Dix, David Hockney, Max Liebermann und Rosemarie Trockel den Dackel als Ateliermodell. Vor über drei Jahrhunderten in Deutschland für die Jagd auf Daxe und Füchse gezüchtet, wurden die Standards des Tieres 1879 festgelegt, woraufhin es dank seiner eigentümlichen länglichen Silhouette schnell zu einer weithin erkennbaren Ikone wurde.

Die Kuratorin Annett Reckert hob die komplexe symbolische Dimension des Hundes hervor, der von den satirischen Karikaturen der Weltkriege bis zum berühmten Maskottchen Waldi reichte, das von Otl Aicher für die Olympischen Spiele 1972 in München entworfen wurde. Die Ausstellung zielt darauf ab, das umgängliche Wesen der Rasse zu betonen und über die jüngsten ideologischen Auseinandersetzungen und zeitgenössischen politischen Instrumentalisierungen hinauszugehen.